Kronenherstellung

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen anhand des Herstellungsprozesses einfacher Zahnkronen zeigen, dass es durchaus mehrere Möglichkeiten gibt, Zahnersatz anzufertigen, je nachdem, ob man ein möglichst billig erzeugtes Fabrikat wünscht oder ein nach dem modernen Stand der Wissenschaft hergestelltes Produkt höchster Qualität, das in punkto Ästhetik, Material und somit Körperverträglichkeit sowie Präzision und somit Langlebigkeit neue Maßstäbe setzt.

Bedauerlicherweise kann man als Patient zwar die Ästhetik, nicht jedoch die Materialqualität und Passgenauigkeit von Zahnersatz beurteilen, da auch minderwertige und ungenau passende Kronen in der Regel zumindest einige Monate oder sogar Jahre halten und dann ist es meist schon zu spät, um Regressansprüche geltend zu machen.

Nach dem Studium der folgenden Seiten, werden Sie weitestgehend in der Lage sein, Ihre Zahnbehandlung und die Herstellung Ihres Zahnersatzes qualitativ zu beurteilen.

Schließlich geht es um Ihre Gesundheit!

1. Beratung:

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Diese Patientin hat an ihrem rechten oberen Schneidezahn eine einfache Verblendkrone, die nach den Kassenrichtlinien hergestellt worden war, d.h. eine Krone aus einer einfachen Metalllegierung mit niedrigem Goldanteil, die außen mit einer einfarbigen Schicht Kunststoff oder Keramik verblendet worden ist. Sie war mit der unnatürlich wirkenden Farbe unzufrieden; zudem konnte man bereits im Zahnhalsbereich den dunklen Metallrand der Krone sehen. Da auch der zweite Schneidezahn eine große Füllung hatte, wünschte sie eine Überkronung beider Zähne.

2. Voruntersuchung:

Das Aufsetzen von Zahnersatz bedeutet für den entsprechenden Zahn eine außergewöhnliche Belastung; er wird beschliffen, es werden viele Abdrücke genommen, er muß das Einkleben der provisorischen und später der endgültigen Krone ertragen und wenn er am Ende noch als Halterung für eine Brücke oder sogar Prothese dienen soll, ist die Belastung noch größer. Daher ist es äußerst wichtig vor Behandlungsbeginn genau abzuklären, ob er dieses Procedere überstehen und wie lange seine Lebensdauer sein wird oder ob es jetzt schon Gründe gibt (Entzündungen, Parodontose, Zysten, etc.), die gegen eine Überkronung sprechen (die sog. Prognose).

Dies geschieht durch eine intraorale inspektorische und palpatorische Anamnese mit geeigneten Instrumenten sowie anhand von Röntgenaufnahmen, mit denen der Zahn nach kariologischen, parodontologischen, endodontologischen sowie prothetischen Gesichtspunkten dahingehend beurteilt wird, ob eine Krone die richtige Entscheidung ist.

Auf gar keinen Fall sollte man die Beratung oder sogar Untersuchung von einer fachfremden Person durchführen lassen. Ein Zahntechniker oder eine Zahnarzthelferin mag nach vielen Berufsjahren beurteilen können, ob ein Zahn beispielsweise aufgrund einer übergroßen oder defekten Füllung eine Krone benötigt, aber diesen Leuten fehlt das Fachwissen einer langjährigen Universitätsausbildung, um Zähne umfassend zu untersuchen, Röntgenbilder fehlerfrei zu beurteilen und somit eine zuverlässige Vorhersage zu stellen.

Nur ein Zahnarzt mit langer Praxistätigkeit hat das Wissen und die Erfahrung, um eine fehlerfreie Diagnose und eine realistische Prognose zu stellen.

3. Vorbereitung:

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Zunächst einmal wird anhand eines Farbbogens die genaue Zahnfarbe bestimmt und es werden Vorabdrücke genommen für die spätere Herstellung des Provisoriums.

Nach der Betäubungsspritze wurde die alte Krone entfernt; hierbei kam ein größerer kariöser Defekt zum Vorschein. Nach der Entfernung der Karies wurde ein Titanstift in den Zahn gesetzt, der die folgende Aufbaufüllung halten soll.

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Im Anschluss wurden beide Zähne präpariert, d.h. derart beschliffen, so dass später eine Krone aufgesetzt werden kann. Von den beschliffenen Zähnen wurde ein Präzisionsabdruck genommen, der mitsamt allen anderen Unterlagen (Abdrücke, Bissregistrate, etc.) in unser Dentallabor geschickt wurde.

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Zuletzt wird flüssiger Kunststoff in den anfangs gemachten Abdruck gegeben, der der Patientin erneut in den Mund gesetzt wird, so dass der Kunststoff die durch den Schleifprozess entstandenen Hohlräume ausfüllt, wo er nach kurzer Zeit erhärtet. Das fertige Provisorium wird dann nur noch poliert und anschließend aufgeklebt.

4. Laborherstellung:

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Im Dentallabor werden als Erstes alle Abdrücke mit Gips ausgegossen und so Modelle hergestellt.

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Nach Vorbereitung der beschliffenen Zähne auf dem Modell werden Käppchen aus Wachs hergestellt und in einem komplizierten Presskeramikverfahren in Keramik umgewandelt. In manchen Fällen werden diese Käppchen auch aus einer hochwertigen Metalllegierung hergestellt.

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Anschließend werden die einzelnen verschiedenfarbigen keramischen Schichten in vielen Einzelschritten aufgebacht und im Keramikofen gebrannt und anschließend ausgearbeitet.

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Durch die unterschiedlichen Farbschattierungen in den verschiedenen Bereichen des Kronenkörpers sowie der Verwendung von transparenten Keramikmassen im Bereich der Schneidekante entsteht eine Krone, die von natürlichen Zähnen praktisch nicht mehr zu unterscheiden ist.

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Viele Arbeitsschritte werden unter dem Mikroskop durchgeführt, womit eine fehlerfreie Präzision und somit Langlebigkeit erreicht wird, denn aufgrund der exakten Passgenauigkeit zwischen Krone und Zahn können sich keine Bakterien anhaften und Karies auslösen, was früher oder später eine Neuanfertigung oder sogar Zahnverlust nach sich ziehen würde. Unnötig zu erwähnen, daß für die Herstellung eines derart erstklassigen Zahnersatzes auch nur die hochwertigsten Materialien verwendet werden, um eine optimale Körperverträglichkeit zu gewährleisten.

5. Einsetzen:

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Zuletzt werden die Kronen mit einem speziellen Kleber eingesetzt. Das Ergebnis spricht für sich.

Funktionsanalyse:

Das menschliche Kiefergelenk ist ein Multifunktionsgelenk; das heißt, es ist zu Bewegungen in allen Richtungen befähigt (Vor-, Rück- und Seitwärtsbewegungen) und nicht nur zu Öffnungs- und Schließbewegungen. Im Normalfall besteht bei Bewegungen unter Zahnkontakt, wie z.B. beim Kauen, eine Harmonie zwischen dem Kiefergelenk und den Zahnflächen des Ober- und Unterkiefers, die sich dabei berühren.

Wenn diese Harmonie gestört ist, wie beispielsweise bei Zahnfehlstellungen oder durch schlecht passenden Zahnersatz, kann es langfristig zu Kiefergelenkschäden kommen. Diese äußern sich durch Knack- oder Reibegeräusche im Ohr bis hin zu starken Kopf- und Nackenschmerzen oder sogar Haltungsstörungen.

Daher ist es sehr wichtig, dass der Zahnersatz nicht nur beim Schließen sondern auch bei allen anderen Bewegungen mit dem Kiefergelenk harmonisiert, was nur möglich ist, wenn er nach funktionsanalytischen Gesichtspunkten hergestellt worden ist.

Bei der Funktionsanalyse werden sämtliche Parameter der Kieferbewegungen des Patienten individuell registriert und am Modell analysiert.

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Diese Werte, die bei jedem Menschen anders sind, werden anschließend in einen sog. Individuellen Artikulator übertragen, der die Kaubewegungen exakt simulieren kann und in dem dann der Zahnersatz passend zur individuellen Kiefersituation des Patienten hergestellt wird.

Früher wurden die Kosten für diesen nicht unerheblichen aber sehr sinnvollen Aufwand von den gesetzlichen Krankenkassen getragen; Ende der 90iger Jahre wurde die Funktionsanalyse aus dem Leistungskatalog gestrichen. Die Zahl der Patienten mit Kiefergelenksbeschwerden und –schäden wächst jährlich.

Die Kassenkrone:

Der Gesetzgeber hat vorgeschrieben, dass der von den Krankenkassen bezuschusste Zahnersatz die Maßgaben ausreichend, wirtschaftlich und notwendig nicht übersteigen soll.

D.h. im Seitenzahnbereich werden nur Metallkronen aus preiswerten Legierungen bezahlt und im Frontzahnbereich ebenfalls einfache Metallkronen, die jedoch im vorderen Bereich mit Kunststoff oder einfachster Keramik verblendet werden. Nach der Modellherstellung werden die Kronen aus Wachs hergestellt und in einem speziellen Behälter von einer Einbettmasse umhüllt. Nach Erhitzen des Behälters läuft das Wachs heraus und es wird eine preiswerte Metalllegierung mit niedrigem Goldgehalt eingegossen.

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Die abgekühlten Kronen werden anschließend poliert und an der Außenfläche mit einer Schicht aus zahnfarbenen Kunststoff oder Keramik bedeckt. Da die Krankenkasse funktionsanalytische Leistungen nicht bezuschusst, erfolgt die Herstellung in einem einfachen Mittelwertartikulator, der die individuellen Bewegungen des Patienten nicht nachahmen kann.

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Dies kann langfristig zu Kiefergelenksschäden führen. Rein optisch gesehen ist das Ergebnis auf den ersten Blick durchaus akzeptabel, steht jedoch in keinem Verhältnis zu den wesentlich natürlicher wirkenden, hochwertigen, vollverblendeten Kronen. Aufgrund der Verwendung einfachster Materialien kann es langfristig zu Verfärbungen der Verblendung, Reizungen des Zahnfleisches, Geschmacksirritationen oder anderen Unverträglichkeitserscheinungen kommen.

Ebenso erlaubt es der geringe Zuschuss der Kassen nicht, dass für die Herstellung dieser Kronen die gleichen Präzisionstechniken und hochwertigen Materialien angewendet werden, wie bei den hochwertigen Keramikkronen, was die Lebensdauer erheblich verkürzt und nicht selten schon nach wenigen Jahren eine Neuanfertigung erforderlich macht.

MUNICH DENTAL CLINIC und LABOR ROFI:

Wie Sie auch in den anderen Kapiteln dieser Webseite nachlesen können, werden in der Munich Dental Clinic und im Dentallabor Rofi nur die modernsten Gräte und Instrumente und die hochwertigsten Materialien (Gold Keramik) verwendet, die komplett aus Deutschland importiert worden sind. Durch die tiefen Löhne und Betriebskosten können wir extrem günstig arbeiten, so dass Sie erstklassigen Zahnersatz zu unschlagbar günstigen Preisen erhalten.

Auch bei den für den Herstellungsprozess erforderlichen Materialien verwenden wir von A wie Abdruckmaterial bis Z wie Zahnfarbe nur importierte Qualitätswerkstoffe. Daher können wir Ihnen ohne Bedenken eine lange Garantiezeit zusichern, die mit 4 Jahren doppelt so lang ist, wie in Deutschland vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Und da unsere Münchner Praxis diese Garantie in Deutschland übernimmt, besteht für Sie nicht das geringste Risiko.